Lübeck (2009 / 10: Norbert Weindorf)
2009 / 2010, Präsident Norbert Weindorf lud die Freunde, ihre Damen und die Jugend ein, zur Fahrt nach Lübeck vom 18. bis 20. September 2009. Diese Stadt ist jedem ein Begriff. Als Hansestadt an der Trave war sie das Tor für den Handel mit den Ostseeanrainerstaaten. Mit ihr verbindet sich der Name Thomas Mann mit seinem bekannten Roman über die Familie Buddenbrock, das Holztentor, die Altstadt mit Ihren wunderschönen Patrizierhäusern und nicht zuletzt der weltbekannte Marzipanhersteller Niedereggen.
Viele Freunde folgten der Einladung. Die meisten der Teilnehmer zogen die gemeinsame Fahrt im Reisebus einer einsamen Fahrt im eigenen PKW vor. Die Stimmung im Bus war von Anfang an gut, zumal die Fahrgäste von der Präsidentengattin und Tochter Karolin mit der Darreichung eines Frühstücks und warmen und kalten Getränken sehr verwöhnt wurden. Nach zügiger Fahrt war Lübeck bald erreicht und unser Quartier das Radison Hotel, direkt an der Trave gelegen. Bequem konnte man von hieraus nach Überquerung der Trave zu Fuß die Altstadt erreichen.
Das Wetter war gut und so führte ein erster Spaziergang alle Teilnehmer in das Cafe des Hauses Niedereggen, wo sich jeder nach seinem Geschmack an Marzipanerzeugnissen und Kuchen nicht nur satt sehen sondern auch satt essen konnte. Danach lustwandelte jeder nach eigenem Gusto durch die Altstadt, wo sich dann wie durch Zufall viele jüngere Rotarier ermüdet in der ältesten Kneipe Lübecks wieder fanden um einen guten Schluck zu Ehren Rotary’s zu sich zu nehmen.
Abends traf man sich zur gemeinsame Vesper in der bekannten Schiffergesellschaft, wo in alten Vorzeiten die Kaufleute und Schiffseigner die Waren und deren Transport über Trave und Ostsee aushandelten nicht ohne einen guten Schluck dabei zu sich zu nehmen. In dieser sehr rustikal und maritim eingerichteten Herberge hatten unsere Rotarier zwar keine Geschäfte auszuhandeln, wirkten jedoch ebenfalls in lockerer Atmosphäre sehr geschäftig. Der Abend zog sich lange hin. Auf dem Heimweg wanderte dennoch manch einer wie von Geisterhand geführt in die bewusste Kneipe um sich noch einen Absacker zu genehmigen.
Nach dem Frühstück begann der nächste Tag mit einer sehr interessanten Führung durch die Stadt unter dem Thema „Thomas Mann“ einschließlich der Besichtigung des Hauses der Buddenbrocks. Mittags bestieg man ein Schiffchen, um sich bei herrlichem Sonnenschein die Trave hinab nach Travemünde fahren zu lassen. Über Bordlautsprecher erklärte der Kapitän alles was links und rechts am Ufer zu sehen war. Vieles von den Lagerhäusern und Kaianlagen wurde im Laufe der Zeit am Bedarf vorbei geplant und dämmert nun vor sich hin. In Travemünde angekommen bestand planmäßig Gelegenheit an der Strandpromenade zu flanieren, um danach gemeinsam auf der Terrasse eines Cafes bei Kaffee und Kuchen sich zu stärken, wobei die Rückfahrt, wieder mit dem Schiff, nur wenig Kraft raubend verlief.
Das Abendmahl wurde bei entsprechender Altlübecker Atmosphäre im „Schabbelhaus“ eingenommen. Das Mahl zog sich, entsprechen der Zusammensetzung der Gesellschaft lang bis in die Nacht hin, sodass je nach Müdigkeit nur noch Zeit für einen Schlummertrunk an der Hotelbar verblieb.
Der nächste Morgen überraschte die Reisegesellschaft erneut mit einem Höhepunkt. Das Thomas-Mann-Haus wurde besichtigt und der Besuch der geschichtsträchtigen Hansestadt mit einem kleinen Kammerkonzert in den Räumen des Dichters abgeschlossen. Mit dem Bus ging es dann flüssig – behindert nur durch kleinere Staus – zurück nach Oberhausen, wo wieder einmal eine sehr schöne, unterhaltsame und gut organisierte Reise der Rotarischen Gesellschaft endete. Erneut bestätigte sich, dass auf einer solchen mehrtägigen Reise die einzelnen Freunde und ihre Familien sich näher kommen als auf einem Meeting oder einer Abendveranstaltung. Wer jedenfalls bei dieser Reise nicht dabei sein konnte oder wollte, hat etwas versäumt. Dank gilt den Organisatoren für die schönen Tage.





