Belgrad (2002 / 03: Slobodan Stevanovic)
Präsident war Slobodan Stevanovic. Er nahm uns mit in seine serbische Heimat. Die Hauptstadt Belgrad und seine Heimatstadt Mladenovac waren Hauptorte dieser Reise vom 29. Mai bis 1. Juni 2003. Um die Mittagszeit nahm der Präsident die Reisegruppe im Flughafen Belgrad in empfang. Er selbst war schon 2 Tage zuvor angereist, um alles für einen reibungslosen Verlauf vorzubereiten.
Das Hotel „Intercontinental Belgrad“ war die erste Station. Es folgte ein Besuch des Nicola-Tesla-Museum, benannt nach dem Wissenschaftler und Erfinder (1856-1943). Die Fahrt dorthin führte vorbei an einigen Regierungsgebäuden die von der NATO 1999 gezielt bombardiert wurden. Nach dem Besuch des Museum gab es eine erholsame Rast im Terrassen-Restaurant am Zusammenfluss von Donau und Sava, nahe der Belgrader Festung. Bei der Besichtigung der Anlage wurde die wechselvolle Geschichte dieses Ortes durch die Jahrhunderte verdeutlicht.
Der Gala-Abend mit dem Rotary-Club Belgrad im benachbarten Hotel „Hyatt-Regency“ war ein erster Höhepunkt der Reise. Als typische Mitbringsel wurde eine original Grubenlampe und ein Steigerstock überreicht. Was die Gastgeber uns boten war nicht zu überbieten, und endete mit „Dinner and Dance“. Herzlichkeit und Sympathie glichen die Sprachprobleme an diesem Abend mehr als aus.
Am zweiten Tag führte die ständige Begleiterin Iwanka durch die Innenstadt des alten Belgrad ins Nationalmuseum. Ein Stadtbummel bei strahlend blauem Himmel bot Erholung vor dem Besuch des Ethnographischen Museum. Auf der Fahrt Richtung Mladenovac wurde die größte aber noch nicht fertig gestellte orthodoxe Kirche des Balkans, St. Save, besucht. Hier fand die Trauerfeier für den am 12. März d. J. erschossenen Zoran Djindjic statt.
Kurz nach Mittag war das Geburtshaus unseres Präsidenten erreicht. Sein Vater nahm jeden einzeln freudig in Empfang. In Landestracht gekleidete junge Damen reichten uns typische Leckereien für den kleinen Hunger und gegen den Durst. Was für ein schöner Nachmittag! Zum Abschied bekam jeder der Freunde noch eine Flasche Slivovic überreicht, aus eigener Produktion des Schwiegervaters.
Auf der Fahrt zum nächsten Hotel gab es einen kurzen Zwischenstopp. Im Behinderten - Zentrum der kleinen Stadt überreichten wir einen mitgebrachten Computer, hochoffiziell im Beisein von Presse und Fernsehen. Bei Ankunft vor dem Hotel „Selters“, einem Reha -Zentrum, wurden wir mit Musik und Volkstanz empfangen. Der Direktorin des Zentrums konnten wir ein Fernsehgerät und ein Blutanalysegerät als Spende überreichen.
Zum späten Nachmittag fuhr uns der Bus nach Topola zum Besuch der Mausoleumskirche der serbischen Königsfamilie. Außen mit weißem Marmor verkleidet ist der gesamte Innenraum der St. Georg Kirche mit Mosaikmalerei belegt. In der Krypta gibt es 39 Grabstätten, die alle Abdeckplatten aus Onyx haben. In 17 sind Mitglieder der Karadjordjevic-Dynastie bestattet, die übrigen sind noch unbenutzt. Erbaut von 1910 bis 1930 ist die Kirche heute ein Museum.
In der Altstadt von Belgrad wurde der Ausklang des ereignisreichen Tages in einem Biergarten eingeleitet, in lockerer Runde bei einem frisch gebrauten serbischen Bier.
3. Tag. Der Bus brachte die Reisegruppe zum typisch slowakischen Dörfchen Kavocica, ca. 50 km nördlich von Belgrad. Bekannt ist der Ort wegen seiner Bauern-Maler und der „naiven Malerei“. Hier konnten wir auch unserem Präsidentenehepaar mit der Überreichung eines heimlich erworbenen Bildes eine Freude machen.
Weitere Station in Kovavica war die kleine Werkstadt eines Geigenbauers. Die evangelische Kirche, eine bescheidene Dorfkirche, wurde uns von der Pastorin erklärt. Zurück in Belgrad. besuchten wir die Kathedrale des serbischen Patriarchen der orthodoxen Kirche.
Der gemeinsame Abend bekam eine besondere Note. Auf der Terrasse des Restaurants „Zwei Hirschen“ war für uns eine „ewig lange Tafel“ eingedeckt. Bei feinsten serbischen Spezialitäten wurden wir unterhalten von einer Volklore-Kapelle und einer Sängerin. Die Stimmung wurde durch Speis und Trank – und durch Musik und Gesang, immer gelöster. Es sollte ein unvergesslich fröhlicher Abend werden, an dem alle auf Brüderschaft anstießen.















