Dresden (2005 / 06: Günter Zahn)
2005 / 2006, Präsident war Günter Zahn und seine Clubfahrt nach Dresden vom 29. April bis 01. Mai 2006 wurde über längere Zeit vorbereitet. Die stattliche Anzahl von Freunden mit ihren Frauen und Kindern, insgesamt 57 Erwachsene und 7 Kinder, machten sich auf die Reise. Eine Gruppe mit dem Flugzeug , die andere mit der Bahn oder mit dem PKW.
Schon um 12:30 Uhr begann am ersten Tag das Programm mit dem Besuch der Frauenkirche.
Vorab war noch Gelegenheit dem alten Milch- und Käseladen der Pfundsbrüder in der Dresdener Neustadt einen Besuch abzustatten. Dieses sehenswerte Kleinod des Jugendstils hat die Bombardierung Dresdens und den Verfall der DDR-Zeit überstanden. Seit 1995 sind die mit bunten, halbplastischen Majolika Fliesen von Villeroy und Boch, verkleideten Räume wieder Verkaufsladen für edle Milchprodukte und Museum zugleich.
Großes Gedränge herrschte trotz äußerst unangenehmen Wetters vor der Frauenkirche. Am Eingang „C“ für organisierte Sonderführungen wurde unserer Gruppe noch relativ schnell Eintritt in die Kirche gewährt. Führer geleiteten uns in die oberen Gebetskammern des Gotteshauses, mit einem guten Überblick auf das Innere des großen Rundbaus, einem Meisterwerk handwerklicher Kunst. Das galt schon für ihre ursprüngliche Errichtung durch die Baumeister George Bär und Johann Georg Schmidt, dass aber aus dem Trümmerhaufen nach Bombardement und Feuersbrunst ein in allen Einzelheiten neues Original geschaffen wurde, ist fasst unglaublich.
Voller nachwirkender Eindrücke wurden wir in den Zwinger geführt in die Gemäldegalerie „Alte Meister“. Auch hier wieder drangvolle Fülle. Viele staunten vor den Meisterwerken von Raffael, Tizian, Rembrand, Lucas Cranach und viele andere mehr, die sie vor 400 bis 500 Jahren geschaffen haben.
Die Gläserne Manufaktur, eine gläserne Fabrik mit dem VW Emblem, besuchten wir als nächstes. Hier wird der Luxuswagen „Phaeton“ mittels Fließband montiert. Die Autoteile werden vorgefertigt mit einer eingerichteten Straßenbahnlinie angeliefert. Im Restaurant der Manufaktur trafen wir den Präsidenten und einige Freunde vom RC Freital.
Nach einer stärkenden Suppe wurden wir in mehreren Gruppen durch das Werk geführt, in dem pro Tag etwa 90 Autos nach den persönlichen Wünschen des Käufers gebaut werden.
Nach der Fülle der Eindrücke im Werk nahmen wir anschließend die uns gereichten erlesenen Speisen und Getränke dankbar entgegen. Ein wohl organisierter Fahrdienst brachte uns zurück in unser Hotel „Elbflorenz“. Dort angekommen war alle Erschöpfung alsbald verflogen, um sich an der Hotelbar über das Erlebte des Tages noch auszutauschen.
Am Sonntag 30. April legte die „Dresden“ schon um 10:00 Uhr mit uns als Gruppe ab und fuhr elbaufwärts zum Schloss Pillnitz, vorbei an Schlössern, Villen und Parks links und rechts und über uns das „Blaue Wunder“, die im Jahr 1893 fertig gestellte Loschwitzer Brücke.
Schloss Pillnitz und seinen Park erkundeten wir bei einer Führung durch die Anlagen.
Als Mätresse wurde damit 1694 Sibylle von Neidschütz von Kurfürst Johann Georg IV beschenkt. Als nächste Beschenkte kam in den Genuss dieses „Behelfsheimes“ die bekannteste Mätresse von August dem Starken, die Reichsgräfin von Cosel. Wir durften im Schlossrestaurant immerhin zu Mittag essen.
Das absolute Highlight war für den letzten Tag reserviert. An diesem 1. Mai fand eine Führung durch das „Grüne Gewölbe“ statt. Edle Schätze des Kunsthandwerks von unschätzbarem Wert befinden sich in dieser wohl reichsten und ältesten Schatzkammer Europas. Das wertvollste Stück der Sammlung ist ein 41-karätiger grüner Diamant, den August der Starke für sagenhafte 400.000 Goldtaler einem Inder abgekauft haben soll. Wurden diese Mittel aus seinem Volk herausgepresst, so kommt diese Hinterlassenschaft heute den Sachsen im Tourismusgeschäft gewiss sehr zu Gute.
Während die rotarischen Flieger noch bis zum frühen Abend in Dresden bleiben durften, machten sich die Autofahrer schon früher auf den Rückweg, um zumindest gleichzeitig mit den fliegenden Freunden Haus und Hof zu erreichen.
Dem Präsidenten Günter Zahn, seinem Mitstreiter Andreas Bock und nicht zuletzt auch den Freitaler Freunden gilt großer Dank, dass sie solch eine schöne Reise ermöglichten.






















