Hamburg (2011 / 12: Martin Neff)

  

  

2011 / 2012,  mit Martin Neff als Präsident, hatte unsere Clubfahrt vom 07. bis 09. 10. 2012 als Ziel die Hansestadt Hamburg. Pünktlich setzte sich der Reisebus ab Schloss Oberhausen in Bewegung zu einer zwar sehr feuchten aber doch fröhlichen Fahrt. Der Wettergott ließ es regnen, dass es den Eindruck erweckte, statt auf der A 42 in Richtung Bremen, auf der Elbe Richtung Flussmündung unterwegs zu sein.

Zur Mittagszeit war Worbswede erreicht. Der im Jahre 1907 erbaute und liebevoll restaurierte Bahnhof konnte als erstes bewundert werden, ein heute noch geschlossenes Jugendstilensemble und ein Beispiel des Wirkens des Malers Heinrich Vogelers. Für die stadtmüden Maler war das Teufelsmoor damals eine unberührte Landschaft. Für die armen Torfbauern, die ihren Lebensunterhalt äußerst mühsam mit Torfabbau verdienen mussten, oft wirklich ein „Land des Teufels“.

  

Eine wahre Blütezeit an Künstlerkolonien erlebte Deutschland zum Ende des 19.Jahrhunderts,  bis nach dem ersten Weltkrieg 1918 die Zeit der Künstlergemeinschaft endgültig vorbei war. Nach einer ausgiebigen Erkundungstour zu Fuß durch das Künstlerdorf  war die eineinhalbstündige Weiterfahrt nach Hamburg wie eine Erholungspause. Dem Einchecken im Hotel Renaissance und einem kurzen Treffen an der Hotelbar  folgte die Abfahrt mit dem Bus zum Restaurant Cox im Herzen der Stadt Hamburg. Ein ausgezeichnetes Menü, begleitet von guten Getränken, wurde zu einem lukullischen Erlebnis des ersten Abends. Zu einem gelungenen Ausklang dieses Tages luden zahlreiche Szenebars in der unmittelbaren Umgebung des Restaurants ein.

  

Am zweiten Tag bei jetzt sonnigen Wetter, machten wir uns auf den Weg zum Jungfernsteg. Von hier startete eine Fleetfahrt mit einem Traditionsschiff durch die Binnenalster in die Hafen - Elbe. Vorbei an der neuen HafenCity endete die eindrucksvolle Fahrt am Sandtorkai.
Am frühen Abend fuhr der Bus Richtung Reeperbahn, wo im Schmidt-Theater ein reichhaltiges Buffet auf schon wieder hungrige Gäste wartete. Um 20:00 Uhr begann schließlich die 70er Jahre Schlager-Revue „Karamba“, an der sich durchaus die „Zuschauergeister“ schieden. Für die einen ging auf der Kiez-Bühne die Post ab, für die anderen stellte sich bereits vor der Pause die Frage, ob sie dem „musikalischen Gruselkabinett von Vorgestern“ weiter Auge und Ohr schenken sollten. Wie dem auch sei, die Vorstellung bot reichlich Stoff zur Diskussion. Die weitere Gestaltung des Abends erfolgte individuell, wobei es im Umfeld des Theaters dazu reichliche Möglichkeiten gab.

  

Nach einem gemütlichen Frühstück am Sonntagmorgen sah das Programm ein extra Highlight vor. Der Bus fuhr wieder Richtung HafenCity. Unser rotarischer Freund Gerd Nashan lebt seit einiger Zeit mit seiner Gattin Helga hier in Hamburg. Äußerst herzlich empfingen sie die Reisenden aus Oberhausen in ihrem neuen Domizil, in Sichtweite der Elbphilharmonie. Reger Gedankenaustausch und eine köstliche Bewirtung sorgten für einen sehr angenehmen Aufenthalt. Wohl passende Worte des Dankes fand der Präsident für das Ehepaar Nashan, waren sie doch auch maßgeblich an der Planung des Hamburg-Aufenthaltes beteiligt. Nach einer problemlosen Rückfahrt und Ankunft in Oberhausen, ging für alle Mitfahrer eine schöne Zeit zu Ende.